Meditieren heißt… zur Ruhe kommen

Wir leben in einer schnellen Zeit, in der wir unserem Körper und unserer Psyche oft alles abverlangen. Stress und Leistungsdruck belasten uns im Alltag. In Mitten der Hektik suchen viele nach einem Ausgleich. Wir suchen nach Ruhe.

Meditation kann ein solcher Ruhepol sein. Da es verschiedene Meditationsarten gibt, kann jeder selbst entscheiden, welche er davon bevorzugt. Grundsätzlich lernen wir durch jede Art von Meditation los zu lassen und uns zu entspannen. Stress abzubauen. Die Balance zu finden. Und weniger Stress heißt mehr Spaß im Leben. Meditation ist eine spirituelle Erfahrung, die unser Bewusstsein erweitern kann und die Selbstheilungskräfte des Körpers fördert. Mit einem gesunden Körper und einem starken Geist leben wir bewusster und intensiver.

 

"Meditation ist angewandte Neurowissenschaft",*

sagt der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott von der Universität Giessen. Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen, wie sich die Hirnstruktur durch regelmäßiges Meditieren verändert. Schon nach kurzer Zeit können Neurowissenschaftler messen, dass sich die Substanz der Nervenzellen erhöht – vor allem in Regionen, die für das Langzeitgedächtnis, die Selbstwahrnehmung und Emotionen zuständig sind. Meditation kann so das Schmerzempfinden dämpfen, Demenz und Depressionen vorbeugen.

Während man meditiert, hat man einen niedrigeren Blutdruck, entspannt seine Muskeln und weist weniger Stresshormone im Gehirn auf. Wer meditiert, ist also nachweislich entspannt. Auch nach der Meditation verlangsamen sich die körperlichen Reaktionen, wenn wir unter Stress geraten. Dadurch lassen sich Folgekrankheiten wie Burn-Out-Syndrom, Kopfschmerzen und Schlafstörungen verhindern oder therapieren.

Weitere Informationen unter www.uni-giessen.de,

in "Meditation für Skeptiker" von Dr. Ulrich Ott

in "Gesundheit durch Meditation" von Kabat-Zinn

 

Bild im Header: Linda Dahrmann/pixelio.de